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TONANTZINTLA, ACATEPEC, TEHUILOYOCAN - ZUNGENBRECHER MIT EINMALIGEN KIRCHEN

 

Religion ist ein spannendes Thema in Mexiko. Von der Macht des Glaubens in diesem Land zeugen nicht nur die monumentalen Bauwerke aus vorspanischer Zeit oder die Pilgerzahlen, auf die es die Basilika von Guadalupe heute bringt (um die sechs Millionen nur an den Haupttagen!), sondern auch der Aufwand, mit dem etwa in Dörfern Patronatsfeste gefeiert werden: Was da jedes Jahr alleine in Blumenschmuck und Feuerwerk investiert wird...


Die kleinen Dorfkirchen von Santa María Tonantzintla und San Francisco Acatepec, beide zur Gemeinde San Andrés Cholula (bei Puebla) gehörig, sind weitere Beispiele für die tiefe Volksgläubigkeit und religiöse Opferbereitschaft der Mexikaner. Glänzt die eine (Acatepec) mit einer absolut einmaligen Talavera-Keramik-Fassade, haben anonyme Künstler aus den Reihen der Bewohner das Innere der anderen (Tonantzintla) über und über mit herrlichem Stuckwerk bedeckt.


Beeindruckend und interessant sind aber nicht bloß die Pracht an sich und der Energieaufwand dahinter, sondern auch die besonderen lokalen Glaubensvorstellungen und deren künstlerische Umsetzung. Viele ernst zu nehmende Forscher sehen beispielsweise in der barocken Kirche von Tonantzintla eher das Paradies des vorspanischen Regengottes Tlaloc dargestellt – mit Früchten, Chilis und allem was dazu gehört – als einen christlichen Himmel. Ein paar Anthropologen sprechen gar von Beziehungen zum spirituell motivierten Konsum halluzinogener Drogen (Giftpilze usw.)


Ist Tonantzintla demnach das Zeugnis einer Art von Synkretismus, der Vermischung von vorspanisch-heidnischen und katholischen religiösen Ideen? Und was hat es dann mit den Darstellungen in jenem Wandbild des so genannten „Hauses der Zeichen“ im benachbarten Ort San Luis Tehuiloyocan auf sich? Deutlich erkennbar stehen dort Affen mit erigiertem Glied am Altar. Ein anerkannter mexikanischer Wissenschaftler, Dr. Terán Bonilla, ist sich seiner Sache mittlerweile ziemlich sicher: Dieses Privathaus aus dem 18. Jahrhundert habe einer Gruppe von Satanisten als Veranstaltungsort für schwarze Messen gedient!


Auch wenn Tonantzintla und Acatepec inzwischen ein wenig bekannter sind, fallen sie bei den großen Rundreisen meist dem Zeitmangel zum Opfer. Es lohnt sich freilich durchaus, für die beiden Kirchen und das vom internationalen Tourismus noch nicht vereinnahmte ominöse „Haus der Zeichen“ einen guten halben Tag (mehr) in der Umgebung von Cholula oder Puebla einzuplanen. Ein guter Führer kann beim Besuch entdecken und erhellen helfen, was sonst vielleicht unentdeckt und unverstanden bleibt. Reizvoll ist im Übrigen auch die ländliche Atmosphäre dieser kleinen Ortschaften; von Tonantzintla aus kann man, wenn man mag, einen anmutigen Spaziergang zwischen den Maisfeldern hindurch nach Tehuiloyocan unternehmen

 

 


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