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KINDER HILFSPROJEKT "SUENIÑOS" IN MEXIKO

 

“Sueninos” ist ein Entwicklungsprojekt in San Cristóbal de Las Casas, Mexiko, mit dem Ziel,  bedürftige Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern und sie zu unterstützen, damit sie die Schule besuchen und abschließen sowie eine Ausbildung bekommen können. Damit sollen diese Kinder und Jugendlichen einmal selbst aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen und ein eigenständiges und würdiges Leben führen.

2005 wurde „Sueniños“ initiiert und ist seither nachhaltig gewachsen. Heute nehmen einige Hundert Kinder und Jugendliche an einem umfassenden Bildungs- und Ausbildungsprogramm teil. Dabei wird ihnen Lernförderung angeboten und sie können in themenbezogenen Aktivitäten und Projekten Neues sowie ihre eigenen Fähigkeiten und Talente kennen lernen. Die Entwicklung des Selbstbewusstseins, der Eigenständigkeit und soziale Kompetenzen werden ebenso unterstützt, wie das Erlangen von schulischem Wissen und fachlichen Kenntnissen.

 

Sueninos Infoblatt zum Ausdrucken

 

Die 4 Bildungsprogramme von Sueniños

 

Sueniños: In unserem Sueniños Bildungszentrum werden täglich 60 Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren betreut. Die Kinder werden nach der Schule (14 Uhr) mit einem Schulbus zu Sueniños gebracht. Sie bekommen zu essen, können sich duschen und pflegen und nehmen an den verschiedenen Aktivitäten teil. Die Kinder zeichnen, musizieren tanzen, erledigen Hausaufgaben oder arbeiten gemeinsam z.B. an einem Theateraufführung, einer Zeitung oder einem Umweltprojekt.

Am Abend gegen 7 Uhr werden sie nach einem kleinen Abendessen wieder in die Siedlungen zu ihren

Familien gebracht.

 

Suemapa: Da die Eltern zu einem grossen Teil an der gesunden Entwicklung ihrer Kinder teilhaben, arbeiten wir auch mit ihnen in alle 2 Wochen stattfindenden Workshops. Die Themen, die gemeinsam mit den hauptsächlich teilnehmenden Müttern und manchmal Vätern erarbeitet werden, kommen aus den Bereichen Gesundheit, Rechte von Frauen und Kindern, Erziehung, Familie, Identität und Selbstbewusstsein.

Darüber hinaus nehmen die Eltern an Theater- und Tanzprojekten teil und es werden ihnen mit Partnerorganisationen auch Ausbildungsprogramme wie Alphabetisierung angeboten.

 

SueKun: Im Jugendzentrum „SueKun“, das täglich von Montag bis Samstag geöffnet ist, wird Jugendlichen zwischen 12 und 20 Jahren ein interessantes und vielfältiges Programm offeriert.

Neben der permanenten Lernbetreuung mit kompetentem Lehrpersonal können die Jugendlichen kostenlos an Englisch- und Computerkursen teilnehmen. Weiters gibt es laufend Sport, Zirkus und Kreativworkshops sowie verschiedene Aktivitäten und in eigenen Projekten lernen sie, ihre Ideen zu verwirklichen.

Laufend werden Workshops zu Themen wie Gewalt- und Drogenprävention, Aufklärung und Selbstwert veranstaltet. Im Gemeinschaftsbereich können sich die Jugendlichen ungezwungen mit Freunden treffen, sich unterhalten, etwas lesen oder Schach und Tischfußball spielen. Jugendliche, die keinen Schulabschluss haben, können kostenlos an einem Kurs teilnehmen, der mit Abschlussprüfungen zum Primar- und Sekundarschulabschluss führt.

Bei Sueniños können Jugendliche, die regelmäßig an Aktivitäten bei SueKun teilnehmen, ein Stipendium erhalten, welches Schulinskriptionsgebühren, Schulsachen, Transportgeld und eine tägliche Mahlzeit beinhaltet. SueKun wird von rund 200 Jugendlichen besucht, davon nehmen etwa 60 regelmäßig an den Aktivitäten teil.

Die Aufgabe des Zentrums ist es, den Jugendlichen in ihrer Entscheidung hinsichtlich ihres zukünftigen Berufs und ihrer weiteren Ausbildung Unterstützung anzubieten aber dafür ist es auch notwendig, dass die jungen Menschen ihre eigenen Interessen, Talente und Fähigkeiten entdecken und erkennen.

 

SueCap: Bei SueCap können Jugendliche an einer Ausbildung in einem Handwerk oder Dienstleistungsberuf teilnehmen. Derzeit läuft eine zweijährige Tischlerausbildung und eine Ausbildung in der Produktion von Möbeln und Gebrauchsobjekten aus recyceltem Kunststoff startet gerade. Für das nächste Schuljahr ist eine Ausbildung im Tourismus geplant. Gemeinsam mit Betrieben in San Cristóbal, die auch Sueniños unterstützen, werden Ausbildungsplätze und neue Perspektiven geschaffen.

Neben der fachlichen Ausbildung gibt es für die TeilnehmerInnen Englisch- und Computerunterricht. Jene, die keinen Schulabschluss besitzen, nehmen an einem entsprechenden Kurs zur Erlangung des Primar- bzw. Sekundarschulabschlusses teil. Ein Schwerpunkt dieses ergänzenden Ausbildungsprogramms ist die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung sowie die Vorbereitung auf eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt.

Die TeilnehmerInnen werden auch mit einer täglichen Mahlzeit und den Transportkosten unterstützt.

 

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Die Organisation von Sueniños

 

Geleitet wird Sueniños von Alma Silva, Viviana Pérez und Christian Szinicz.

Die einzelnen Programme werden von den Sueniños-Lehrern koordiniert. Derzeit arbeiten 18 PädagogInnen und PsychologInnen bei Sueniños und 5 Frauen kümmern sich um das Essen und den Haushalt.

Bei Sueniños arbeiten auch laufend rund 10 Volontäre. Sie helfen bei der Kinderbetreuung (beim Essen, Spielen im Garten, etc.) und unterstützen die Sueniños-Lehrer in den Projekten, Workshops und themenbezogenen Aktivitäten. Bisher waren bereits an die 100 Freiwilligen aus Europa, Mexiko und USA bei Sueniños. Es gibt auch schon einige Studenten, die ihren Auslandsdienst oder ihr Praktikum bei Sueniños absolviert haben.

Das Kinderhilfsprojekt „Sueniños“ wird von der lokalen NGO, der Organisation „Desarrollo Educativo Sueniños A.C.“ in Mexiko durchgeführt und vom österreichischen Verein „Kinderhilfswerk Sueninos“, der das Spendengütesiegel trägt und zu den spendenbegünstigten Organisationen zählt, bei der Durchführung und Finanzierung unterstützt.

Finanziert wird das Projekt durch Spenden, Patenschaften und internationale Förderungen, wie z.B. der EZA (Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit).

 

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Armut in San Cristóbal de Las Casas

 

Sueniños wirkt in San Cristóbal de Las Casas, im Bundesstaat Chiapas, einer der ärmsten Regionen ganz im Süden Mexikos. Im Hochland, auf über 2200m Seehöhe, liegt San Cristóbal de Las Casas. 1528 von den Spaniern gegründet, leben heute rd. 160.000 Einwohner in dieser Stadt. Im wunderschönen Zentrum gibt es viele Kirchen, farbenprächtige Märkte sowie alte Bauwerke im Kolonialstil. Die Straßen sind geprägt von den bunt bemalten Häusern und den traditionellen Trachten der  Maya Indianer. San Cristóbal ist eine kleine Metropole und das ganze Jahr über besuchen viele Touristen aus der ganzen Welt „el pueblo mágico“, das magische Dorf in den Bergen.

 

Doch der idyllische Schein trügt.

 

Es gibt viele Kinder, die auf der Straße, als Verkäufer oder als Schuhputzer, ihr Geld verdienen.  Am Stadtrand liegen die Armensiedlungen von San Cristóbal, wo sich viele Familien angesiedelt haben, die vor allem Mitte der 90er-Jahre von ihren Dörfern aus politischen und religiösen Gründen vertrieben wurden oder sich in der Stadt ein besseres Leben erhofften.

In vielen dieser „colonias“ (Siedlungen) fehlt nach wie vor die Infrastruktur. In den meisten gibt es keine Straßen und oft keine Kanalisation. Viele Familien leben in desolaten Holzhütten, mit undichten Dächern und ohne Boden. Sie haben kein Badezimmer, keine Toilette und keine Duschen. Die hygienischen Verhältnisse sind oft katastrophal. In vielen der Hütten wird am offenen Feuer gekocht, was häufig zu Atemwegserkrankungen und Unfällen führt. Alkohol und Gewalt sind ständig präsent.

Da es in den vorwiegend kinderreichen Familien zu wenig Einkommen gibt, müssen die Jugendlichen und auch viele Kinder zum Unterhalt der Familie beitragen. Aufgrund der fehlenden Ausbildung und Qualifikation bekommen sie jedoch nur schlecht bezahlte Arbeit, wo sie im Schnitt 50 Pesos/Tag für min. 8 Std. Arbeit verdienen (umgerechnet rd. 3 Euro/Tag). Sie arbeiten Zudem müssen vor allem die Mädchen oft zu Hause bleiben, damit sie sich um den Haushalt kümmern und auf die jüngeren Geschwister oder das eigene Kind aufpassen.

Auch wenn sie in die Schule gehen gibt es dort Probleme. Das Bildungsniveau in den Primarschulen in den indigenen Siedlungen ist sehr niedrig. Die meist nicht gut ausgebildeten Lehrer können aufgrund der überfüllten Klassen (30-50 Schüler), der fehlenden Infrastruktur und Materialien keinen lehrreichen Unterricht halten. So können sich die Kinder in der Primarschule nicht das nötige Grundwissen und Kompetenzen aneignen, um den Anforderungen in der Sekundarschule gewachsen zu sein.

Auf Sekundarschulebene ist das Niveau etwas höher, was bei vielen Schülern zu Schwierigkeiten und Leistungsabfall führt. Frustration durch mangelnde Erfolge und die Schulrealität mit Gewalt, Diskriminierung und Drogenhandel veranlassen viele zum Schulabbruch.

Zudem hat Bildung in der indigenen Bevölkerung keinen großen Stellenwert, was auch damit begründet werden kann, dass die meisten Eltern selbst keinen Schulabschluss besitzen. Somit gibt es wenig Unterstützung für eine Schulbildung von zuhause, vielmehr wird von den Kindern und Jugendlichen verlangt, arbeiten zu gehen.

In ihrem problematischen Umfeld sind sie auch stets mit Gewalt, Drogen und Diskriminierung konfrontiert und da es für sie kaum Perspektiven für eine bessere Zukunft gibt, führt für viele der Weg in die Drogensucht, in die Kriminalität oder als Illegale in die USA.

 

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